Landausflug Santo Domingo mit Kindern
Wir wurden umgeroutet!
Santo Domingo war wohl die Überraschung schlechthin. Völlig überraschend teilte uns unser Kapitän Carsten Wätge ein paar Tage vorher mit, dass unser geplanter Hafen Samana nicht und stattdessen Santo Domingo angelaufen werden werden sollte. Was sollten wir nun in Santo Domingo mit Kindern unternehmen? Während Samana im Norden der Dominikanischen Republik liegt und wir uns hier auf eine Walbeobachtungstour gefreut hatten, liegt Santo Domingo im Süden der Insel und damit war klar, dass der geplante Ausflug nicht stattfinden konnte.
Warum wurden die Häfen überhaupt ausgetauscht? Die Versorgungscontainer für unser Schiff konnten nicht rechtzeitig nach Samana gelangen und so wurde das Ganze auf Santo Domingo verlegt. Tatsächlich zog sich auch hier die Freigabe durch den Zoll massiv nach hinten, sodass wir tatsächlich erst Stunden später als geplant ablegen konnten. Aber am Ende hat alles geklappt und das Schiff war wieder frisch befüllt und konnte erneut durchstatten.
Doch was sollten wir nun in Santo Domingo unternehmen? Wir waren sehr unschlüssig und schauten uns daher erst einmal die Ausflüge von Aida an. Diese gingen zum Teil an Strände, in Nationalparks oder auch auch Stadtrundfahrt. Lest unten, für was wir uns letztendlich entschieden haben und ob das eine gute Idee gewesen ist 🙂
Allgemeines zu Santo Domingo
Santo Domingo ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Es gibt eine Altstadt mit Kolonialbauten, welche als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet ist und es leben etwas mehr als 1 Million Menschen in der großen Stadt. Tatsächlich ist Santo Domingo eine der ältesten Städte in der Karibik und strotzt vor Geschichte und bedeutenden Bauwerken.
Highlights von Santo Domingo mit Kindern
Zu den Highlights der Stadt bzw. des Hafens zählen unter Anderem:
- Altstadt mit Kolonialbauten
- Nationalpark Los Tres Ojos
- Strand Boca Chica
- Botanischer Garten mit teilw. Regenwald und Bummelzug
Unser Tag in Santo Domingo
Den doch recht warmen Tag in der Stadt zu verbringen, kam für uns nicht in Frage. Wir sahen vor unserem inneren Auge gelangweilte Kinder und gestresste Eltern 🙂
Wir entschlossen uns daher, am Vormittag zunächst einmal den Nationalpark Los Tres Ojos zu besuchen, der inmitten der Stadt liegt.
Als wir aus dem Terminal rauskamen, war es allerdings sehr herausfordernd, ein Taxi zu bekommen. Zwar standen viele rum und einige Leute befragten geschäftig, wer wohin wollte, aber so richtig gut organisiert war das Ganze nicht. Vermutlich liegt das daran, dass in diesem Hafen nicht so oft ein Kreuzfahrtschifft hält. Am Ende hatten wir es aber geschafft und wurden von unserem Fahrer zu den Höhlen gefahren. Bezahlt haben wir hin und zurück 40 USD und haben es erst nach dem Rückweg bezahlt. Inklusive war eine Stunde Aufenthalt vor Ort.
Glücklicherweise kamen wir vor den Menschenmassen der Aida an. Einem freundlichen Guide, der uns für viel Geld eine geführte Tour (1 Stunde 15) anbieten wollte, haben wir dankend eine Absage erteilt und uns stattdessen direkt Tickets am Schalter geholt. Diese bezahlt man mit Karte und sie kosten nur wenige EUR (400 DOP, 6,36 EUR für uns alle). In den Höhlen besteht die Möglichkeit zu einer Art Floßfahrt in eine weitere Höhle. Diese bezahlt man bar vor Ort, hat uns aber zeitlich nicht mehr gereicht, was aber auch okay war. Kosten sollte diese soweit ich mich erinnere auch nur 1 USD.
Viele Treppenstufen später bestaunten wir das wahnsinnig blaue und klare Wasser in den Höhlen. Viel grün, viel Natur und das inmitten einer Großstadt. Man könnte im Park sicherlich noch einige Zeit mehr verbringen und auch essen, allerdings war es recht schwül und unser Taxifahrer hatte ja auf uns gewartet. Daher machten wir uns nach einer Stunde wieder auf den Rückweg.




Für den Nachmittag hatten wir uns vorgenommen, den Strand zu besuchen, den man vom Terminal aus sehen konnte. Allerdings nahm dieser Plan ein jähes Ende, denn tatsächlich handelte es sich hier um Militärgebiet und man wurde direkt aufgehalten. Also keine Chance, fußläufig etwas zu erkunden.
Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns dann doch, zum Strand Boca Chica zu fahren. Im Vorfeld hatte ich darüber einiges Negatives gelesen (schmutzig, Scherben etc.), aber wir wollten unbedingt nochmal etwas unternehmen und am Besten eben einen Strand aufsuchen.
Unser Taxifahrer erklärte uns, dass er uns nach 2 Stunden wieder einsammelt und er hat dafür 80 USD verlangt. Wegen der langen Fahrt wartete er tatsächlich vor Ort. Anscheinend darf man zum Strand keine Getränke mitnehmen. Wir haben das einfach mal ignoriert und es hat am Ende auch niemanden interessiert. Unsere Sachen haben wir dann in der Nähe von weiteren Aida Ausflüglern ausgebreitet, denn es liefen extrem viele Leute rum, die etwas verkaufen wollten und so richtig sicher, dass unsere Wertsachen den Ausflug überstehen würden, waren wir uns nicht…


Man musste schon ein klein wenig aufpassen am Strand, denn es lagen recht viele Bierdeckel herum. Abgesehen davon ist Boca Chica wirklich ein absoluter Karibik-Traumstrand. Plamen, flachabfallendes Meer, kaum Wellengang. Ideal für einen entspannten Strandausflug mit kleinen Kindern!
Fazit zum Landausflug Santo Domingo mit Kindern
Selbstverständlich war es schade, dass wir von Samana umgeroutet wurden, denn so konnten wir auch im Vorfeld keine große Planung machen. Allerdings war der Stopp in Santo Domingo alles in allem ein gelungener Tag und wir haben zwei tolle Ausflüge unternommen. Also Leute, sollte bei Euch auf der Route Santo Domingo auftauchen, lasst Euch dadurch nicht die Stimmung vermiesen, hier kann man wunderbar einen Tag verbringen 🙂
